klau|s|ens schreibt eine reflektion für neu-60-jährige – www.klausens.com

klau|s|ens, 60 ist ja auch so ein meilenstein.

sicher, sicher: mir fiel gestern dazu eine kleine KURZPROSA ein.

wie geht die?

so: man könnte sie – theoretisch – allen überreichen, denen man zum 60sten zu gratulieren hat. (aber das tut man ja nicht, bei einem geburtstag. über tote und lebende sprechen.)

ZUM SECHZIGSTEN (UND AUCH SONST)
– NACHDENKE –

Die, die tot sind, sind schon tot.

Die, die leben, sagen, wir hätten die sein können, die tot sind.

Die Toten sagen sich, wir hätten bei denen sein können,
die jetzt (von uns) sagen, wir seien schon tot.

Vielleicht hatten und haben es die Toten ja besser als die Lebenden.

Das würden die Lebenden natürlich gerne mit letztendlicher Sicherheit wissen wollen.

Aber die schon Toten sind verdammt clever: Sie sagen nichts!

Untereinander wahrscheinlich wohl, aber zu uns nix.

Nix! Nix! Nix!

[ Die Lebenden kratzten sich noch mal kräftig am Kopf. ]

Sie warteten auf das Nichts.

Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, unter anderem als Klau/s/ens oder KlauTODsTODens oder KlauLEBENsLEBENens, am Freitag, 29.9.2017, in Königswinter-Oberdollendorf, gegen 19:15 Uhr MESZ und kleine Korrekturen am 30.9.2017 gegen 10:23 Uhr bis 10.36 Uhr MESZ.

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klau|s|ens erkennt entsetzt die unendlichen formen und varianten bösartigster anschläge – www.klausens.com

klau|s|ens, nun also auf der straße am strand, mit einem lastwagen, mit schusswaffen.

man kann es genau nicht wissen.

jahrzehntelang diese fokussierung auf die flugzeuge, eigentlich bis heute, zumindest bei den kontrollmechanismen.

aber die attentäter sehen und identifizieren und bedrohen menschenansammlungen überall.

sie nehmen die u-bahn, sie schlagen bei einem marathonlauf zu, sie benutzen fußballspiele, das rockkonzert … alles und jedes ist ein ereignis, wo man zuschlagen kann.

und es kann mal so, mal so sein.

es gibt viele täter, wo man denkt, die sind offenbar alleine oder fast alleine.

und dann sterben sie in der tat. bei der tat. durch die tat.

es sind nicht immer selbstmordattentäter, die dann selber mit explodieren.

nein, auch hier sind der varianten sehr viele. (auch das schlichte messer kommt bisweilen zum einsatz.)

gerne lässt man sich dann im tun auf der tat von der polizei erschießen.

das soll wohl dann die „erlösung“ sein.

aber nun dieser lastwagen zu nizza, mit dem einer fährt und fährt und fährt.

jetzt kann man sich alle anderen fahrzeuge überlegen, die es noch auf der welt gibt.

panzer? kräne? fähren? bagger? u-boote?

alles kann einmal genutzt werden: man kann sich da auf nichts verlassen.

es sind erst um die 8 monate seit der anschlagsserie in paris vergangen.

es scheint ein anschlagsrhythmus zu werden, den die menschen aus dem irak schon seit jahren kennen.

immer mal werden 50,70,90,120,150,170 menschen getötet, oder auch 84.

das ist dann alltag: da das leben … und dazu alle paar wochen oder alle paar monate dann diese vielen toten durch diese unglaublichen anschläge.

nizza?

wir haben gestern morgen (alos vorher) das kunstwerk „zamba“ erstellt. (siehe anbei.)

und es könnte auch nizza sein, wie dort alles eine andere perspektive bekommt … durch den terror. alles verändert, alles zerfallen. ein stadtplan aus sand.

aber man bewacht dennoch in aller welt immer noch die flughäfen so ganz besonders doll und so furchtbar überkonzentriert: dabei gibt es überall strände, plätze, stadien, öffentliche verkehrsmittel, hallen und auch die simplen straßen, auf denen sich menschen bewegen.

ob der name der straße auch eine bedeutung haben könnte? für die, die böses wollen? promenade des anglais? am 14.7.? dem französischen nationalfeiertag? engländer? franzosen? (der täter tunesischer abstammung?)

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klau|s|ens und nun diese bombe von damaskus – www.klausens.com

klau|s|ens, gestern schrieben wir noch über syrien und den unvermeidlichen kampf bis zu einem bitteren ende.

heute dann diese eskalation, die man so nicht genau voraussehen konnte. eine bombe ins herz der macht. der verteidigungsminister tot, der stellvertreter, der zudem auch noch der schwager vom höchsten mann ist, auch tot. andere tot. verletzte.

man denkt an den 20. juli 1944, wolfsschanze, wo jene bombe hitler dann aber nicht traf.

hier in syrien war es ja auch nicht assad, der starb, aber es war ganz nah dran an assad, das sterben durch ein attentat. es waren höchste vertreter des regimes, die getroffen und getötet wurden. (außerdem nur 1 km vom präsidentenpalast entfernt, wie immer wieder in den medien betont wird.)

so eskaliert die lage vor sich hin. was wird sich daraus nun in den nächsten stunden in damaskus entwickeln? welche dynamik bekommt der bürgerkrieg, der natürlich auch von außen angetrieben wird?

und in new york diskutieren sie über immer neue resolutionen … bis russland dann endlich mal zustimmt. auch eine seltsame abarbeitung einer politischen-militärischen dramatik. als ob der kern der (er)lösung für das syrische volk eine russische zustimmung zu einem ganz bestimmten text wäre!

klausens-collage-bombenanschlag-auf-sicherheitsministerium-in-damaskus-syrien-18-7-2012-mit-logo

 

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