klau|s|ens hat ein gedicht zum GOTTES-NICHT-GOTTES-BEWEIS – www.klausens.com

klau|s|ens, kaum kommt der jahreswechsel, kommst du mal wieder mit gott.

ich sah auf dem HOPE-TV (protestanten, freikirchler) ein tischgespräch, wo einer immerzu sagte: gott macht das unglück nicht, nein, nein, so gemein ist er nicht. er lässt es aber zu, und wir wissen nicht, warum. – in der art sprach er etwa. (ein anderer kam dann mit der „offenbarung“, dass es ja irgendwann mal diese supertolle welt gibt, wo alle erlöst und nur noch happy sind. und diese verheißung sei doch am christentum so wunderbar!) … also: hier und da ein überzeugter christ. zugleich beide so hilflos! so überzeugungsarm, besonders für mich als zuschauenden.

denn die nächste (auf der hand und im hirn liegende) frage ist doch: warum lässt gott das alles denn überhaupt zu? welchen sinn macht es? liebe freunde? welchen sinn? was soll der zirkus, der mit allem leid und tod und unglück und krankheit und armut und hunger und krieg und murks passiert? na? wozu soll das gut sein, wenn gott es zulässt? so fragt doch der mensch. in menschenlogik.

eben, aus menschensicht macht es doch keinen sinn! – UMKEHRSCHLUSS DER GLÄUBIGEN: und genau deshalb müssen wir an gott glauben, weil alles keinen sinn macht, was passiert. – das ist doch höchste logik! wow! die sinnlosigkeit ist praktisch der beweis und die aufforderung, dass wir unbedingt an gott glauben müssen. aha!

aber die christen sagen doch auch immer: nur, wer an gott und seinem (eigenen) glauben an gott zweifelt, ist ein echter christ. zweifel und glauben ist eins.

ich kann mit alledem nichts anfangen: da stimmt nichts, in aller glaubenslogik – man entschuldige das wort! „glaubenslogik“! – aber es packt den kern von allem glauben und allen glaubensgesprächen. wenn man glaubt, ist man am besten still und glaubt vor sich hin. sobald man aber missioniert und die welt überzeugen will, qua logik, man müsse glauben, wird es zum fiasko!

sobald man mal hinter alle diese gedanken steigt, widersprechen die sich an vier millionen ecken und kanten.

aber man kann darüber nicht ernsthaft und wahrhaft tief dann diskutieren.

nein, denn die, die glauben, wollen davon nichts hören. die diskutieren aber dennoch ihre 100 milliarden zweifel, die nicht sein mögen/dürfen/können, aber doch da sind. dazu die bibel nach neuen stellen hilflos durchblätternd, zugleich den glauben immer wieder neu beschwörend.

trotz alledem versuchen die dann auch noch jahrzehntelang im ewigen bibelgespräch alles sinnlose immer wieder erneut noch irgendwie auf sinn hinzubiegen.

gewiss: diese stelle sagt das, jene sagt das. und schon denken wir solches. (oh du meine schöne bibel in aller herrlichen zehndeutigkeit!)

und dann kommt wieder das schlimme gesage von: „gott will, gott meint, gott denkt, gott hat vor …“, wo diesem gott dann alles menschliche angedacht wird. gott wird beschrieben, als sei er ein besonders kluger mensch (mensch!), ein hochbegabter und hochmächtiger mensch, aber im kern dann letztlich doch so funktionierend wie ein mensch. (wie klein das menschliche hirn da doch ist!)

ach ja: er hat zudem einen sohn, den er zum menschen macht, ach ja. gott kommt via jesus als mensch ganz nah an uns heran. dann „opfert“ er den jesus auch noch. (das ist wieder menschlich gedacht: er opfert seinen sohn. als ob tod für gott eine kategorie wäre. ein gott ist per se unsterblich, also auch der sohn. wenn der sohn stirbt, ist es für gott kein opfer, weil gott vom tod nicht betroffen ist. nie! denn gott herrscht ja über leben und tod! deshalb!)

lässt er also den sohn als symbolisches schauspiel für uns menschen „sterben“, so ist es für ihn nur ein schauspiel, aber kein opfer … von jenem gott. den tod hat ein gott nicht, also auch sein sohn nicht. (wieso kann ein gott überhaupt einen sohn haben? auch wieder nur menschlich blöde dahergedacht!) – sobald man logisch in das ganze und von den christen erzählte wirrwar einsteigt, hat sich doch recht schnell alles schnell erledigt.

ein echter gott kennt (s)einen sohn und moral und solche sachen gar nicht! außerdem würde man sich einen gott erhoffen, der dann auch noch seine tochter opfert. und eine göttin selber zur frau hat. mal ganz menschlich und dezent-feministisch gedacht.) und schon reden sie wieder: „gott beabsichtigt, gott intendiert, gott will uns damit zeigen, dass …“

so wird gott mit den engen hirn-kategorien des menschen „erfasst“.

wenn es diesen gott wirklich gibt, dann tickt er ganz anders als die menschen.

schon an dieser minimalen erkenntnis scheitert alles um die bibel.

vielleicht hilft unser neues gedicht von heute früh:

EIN GOTTES-NICHT-GOTTES-BEWEIS

Es gibt Arme, die an Gott glauben
Es gibt Arme, die nicht an Gott glauben

Es gibt Reiche, die an Gott glauben
Es gibt Reiche, die nicht an Gott glauben

Es gibt Gescheiterte (Dichter?), die an Gott glauben
Es gibt Gescheiterte (Dichter?), die nicht an Gott glauben

Was sagt uns das?

Im Reich der realen Phantasie ist alles möglich

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u. a. als KlauNICHTGOTTsNICHTGOTTens oder KlauRELIGIONsRELIGIONens oder Klau+s+ens, am 31-12-2019, Dienstag, gegen 7:45 Uhr bis 7:50 Uhr … und noch eine Änderung gegen 7:55 Uhr MEWZ, Königswinter.

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