klau|s|ens tut gutes und misst die kälte auf dem balkon – www.klausens.com

klau|s|ens, du bist wundervoll!

danke, danke – aber weshalb?

deine messungen!

ja, ich habe mir gedacht, dass ich teil einer weltmessbewegung werden will.

das ist so nett von dir.

überall auf den balkonen der welt wird die aktuelle temperatur gemessen und dann ganz uneigennützig ins netz eingespeist.

du bist der tollste.

das, was kachelmann mit seinen messstationen begann, wird von uns erweitert und noch weiter fortgesetzt.

damit wirst du auch einer dieser tausenden hobby-messer.

ja, ich möchte zu dieser weltbewegung dazugehören.

da gibt es ja heute schon menschen, die ihre privaten wetterbeobachtungen unaufhörlich in sender und stationen melden.

tausende! es ist eine gigantische demokratie. die wetterdemokratie.

jeder darf das wetter begucken, die temperaturen messen, fotos machen … und dann das dann alles der welt zur verfügung stellen.

das war früher undenkbar.

dazu brauchten wir erst die technik.

wir brauchten digitale systeme und das internet.

und wir sind nun ein teil davon.

wir rufen die welt auf, ihre privaten messergebnisse zu fotografieren und ins netz zu stellen! messet!

nur so kann man sich ein bild von der aktuellen kältewelle machen.

eine zeitung schrieb etwas von dem kältesten tag seit 3 jahren.

das gibt es doch nicht: seit 3 jahren!

diese dimensionen kann man nicht erfassen. 3 jahre!

das war bestimmt in nettersheim in der eifel, wo es unter 20 grad minus noch war.

bei uns in oberdollendorf haben wir diese werte nicht erreicht.

welche haben wir denn erreicht?

dann schau doch selbst: ich habe drei fotos, eines war von circa 12:00 uhr gestern, eines von circa 18:00 uhr gestern und eines von circa 8:00 uhr heute morgen.

aber welches foto war wann?

oh, das weiß ich ja gar nicht mehr.

wie soll dann dein weltumspannendes demokratiemesswerk funktionieren?

das tut mir so leid.

eben, der mensch muss dann aber auch wie ein uhrwerk funktionieren, damit die weltmessergebnisse die messwelt erobern können.

und wenn unser kühlschrankthermometer gar nicht geeicht sein sollte?!

ich hasse die messwertdemokratie. überall nur fehlerquellen. was soll das alles?

was bringt einem der frost überhaupt?

klausens-collage-temperaturen-7-2-und-8-2-2012-oberdollendorf-950-pix

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klau|s|ens bibbert oder tut zumindest so – www.klausens.com

klau|s|ens, du schreibst ja gar nichts!

ach, zweitklausens, die hände sind so klamm! heute ist es ja so kalt, da kann man nur noch die zähne zusammenbeißen … und sich ein grinsen ob der eigenen flunkereien verkneifen.

klausens-lachbeisser-6-2-2012-mit-logo

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klau|s|ens erdenkt ob der kälte weitere wintersprüche – www.klausens.com

klau|s|ens, die kälte ist ein schönes thema.

gewiss, jeder redet über sie.

herr wulff könnte von der kälte profitieren.

es war immer seine hoffnung, dass einmal ein thema kommt, welches alles andere überlagert.

ein tsunami?

in deutschland eher unwahrscheinlich. jetzt ist die kälte da. (fragt sich nur: wie lange?)

was machen wir denn nun?

wir schreiben weiter über herrn wulff.

und was noch?

wir haben doch unsere wintersprüche.

ach so: sind diese jetzt mehr geworden?

oh, viel mehr. wir haben sehr von dieser kälte profitiert.

wie gehen die denn überhaupt?

es ist ganz einfach: der erste satzteil lautet: „Der Winter kommt …“

und dann?

dann muss die zeile beendet werden und in der nächsten folgt der reim.

das ist aber einfach.

gewiss, aber dennoch wunderschön. es beflügelt die kreativität. es ist irgendwie auch ein denksport.

damit die zellen im kopf nicht anfrieren?

ja, das will ja keiner. „gegen das erfrieren des hirnes!“

nenn‘ doch mal ein paar wintersprüche? von der seite http://www.klausens.com/wintersprueche.htm

von den hunderten? – na gut:

Kommt der Winter in die Nase
Ich vor Iglus besser grase

Kommt der Winter mit den Schweinen
Bleibt der Herbst klug bei den Seinen

Kommt der Winter wie ein Boss
Sitzt auch der Schnee auf hohem Ross

Kommt der Winter wie ein Spiegel
Macht das dem Schneemann auch noch Flügel

Kommt der Winter wie ein Lied
Stellt Acapella sich ins letzte Glied

Kommt der Winter unter großem Stöhnen
Wird ihn wohl die Lust verwöhnen

Kommt der Winter über München
Werden ihn die Schwaben lynchen

Kommt der Winter als Kohorte
Sucht der Dichter blöde Worte

Kommt der Winter nach dem Skandal
War er vorher nicht am Marterpfahl

Kommt der Winter ins Gericht
Findet man das Urteil nicht

Kommt der Winter von den Briten
Wirkt er anders als die Aleviten

Kommt der Winter mal nach Rom
Betet er im Petersdom

Kommt der Winter durch die Auen
Will er die Natur versauen

Kommt der Winter von den Hängen
Will man ihm das Schneebett sprengen

Kommt der Winter mit Lawinen
Lassen sich die Skier schnell noch schienen

k-werk-von-klausens-immer-noch-im-eis-6-2-2012-mit-logo

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klau|s|ens und seine wintersprüche – www.klausens.com

klau|s|ens, der frost ist ein geschenk für die medien.

sicher, sie werden wieder alles abspulen.

was meinst du?

es sind die beiträge, die immer kommen. man kann sogar das archiv anzapfen und teils auch alte beiträge senden. (würde keiner merken.)

welche denn? welche themen?

ich nenne ein paar beispiele:
– ist das eis schon fest? ab wann darf ich weiher und teiche und seen und flüsse betreten?
– wie kleide ich mich richtig? wie schütze ich mich vor der kälte?
– heizen und heizprobleme: stellen sie nie die heizung ganz ab, wenn sie zur arbeit fahren. das kostet sie mehr energie, als wenn sie die heizung runterdrehen.
– welche getränke wärmen von innen? ist alkohol da sinnvoll?
– skifahren. in welchem zustand sind die pisten?
– die eisräumer. sie arbeiten bei tag und bei nacht.
– menschen, die ihre berufe draußen ausüben, bei diesen kälten: marktleute, zeitungsausteiler, briefträger … usw.
– wie schütze ich mein auto vor dem winter? was mache ich bei zugefrorener tür und zugefrorener scheibe?
– und … und … und …

du hättest journalist werden sollen!

danke, man kennt es ja. dann muss man es nicht auch noch umsetzen.

aber jetzt schreibst du blog(g)s.

ja, du doch auch, zweitklausens!

aber ich friere.

du musst dich mehr bewegen.

aber wenn ich schreibe, kann ich mich kaum gleichzeitig bewegen.

dann schreibe doch etwas sinnvolles zum winter.

wir haben doch unsere wintersprüche.

stimmt ja, unsere wintersprüche.

man kann sie endlos fortsetzen.

unsere wintersprüche erobern die welt.

ja, das sehe ich auch so. hoffentlich bleibt es noch lange unter null grad. das wäre gut für unsere vermarktung.

da habe ich noch einen beitrag für journalisten: „dichter, die sich am winter und durch den winter bereichern“.

geistig oder finanziell? – wir schrieben heute morgen:

KALTEISWÄRMEPROJEKTION

Ach wie schön der Winter sei!
Denke doch: ein langer Riss im Eise,

Wenn grandios der Schnee in aller Kälte
Seines holden Amtes walte … tut sich’s auf,

Das ganz gänzlich tiefgefror’ne Wasserbette,
Wo gar wohlig liegt, inmitten eines Teiches,

Jenes weichgekochte Ei, ja, es lacht ganz nette
Dampfend noch im Sude meiner Hirnkühlspielerei.

Lang ich nun mit meiner Zung‘ ins Dotterwohl hinein,
Ruft der Frost erbost: So kann’s doch wirklich gar nicht sein!

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder KlauEISsEISens oder Klau*s*ens, am 4.2.2012, Samstag, gegen 8:50 bis 8:54 MEWZ geschrieben.

mir fällt gerade noch etwas ein.

ja, was?

teiche sind verbrecher: sie brechen im winter gerne mal ein.

schön, schön. haben wir auf diesen genialen einfall auch das copyright?

ich hoffe es, ich hoffe es. dieser spruch macht uns am ende noch reich.

die wintersprüche nicht?

k-werk-von-klausens-im-eis-4-2-2012-mit-logo

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klau|s|ens erfährt von der TIMELINE von FACEBOOK als nun anwendbare – www.klausens.com

klau|s|ens, die FACEBOOK-TIMELINE ist nun da.

jene große „vision“ des herrn zuckerberg.

ist es nicht herrlich?

siehst du nicht, wie ich auf der oberkante des monitors tanze? siehst du es nicht?

viel freude wird kommen.

wahrlich, dieses leben wird ein zuckerschlecken. und jeder schlecker bekommt es mit, ob mit konkurs oder ohne.

es lebe die TIMELINE!

wie konnte man ohne die TIMELINE vorher überhaupt leben?

gab es nicht vor der erfindung der TIMELINE schon die erfindung des LEBENs?

ist LEBEN nicht schnöde und profan?

wird aber das LEBEN, gegossen in die FACEBOOK-TIMELINE, nicht zu einem fest?

ich sagte doch schon: ich tanze über alle tastaturen dieser welt, selbst über die der herzschrittmacher.

DAS LEBEN NACH FACEBOOK

STAUBSTAUB SEIN
GEBOREN WERDEN
FACEBOOK TIMELINE
GESTORBEN WERDEN
BYTESTAUB WERDEN

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als KlauFACEsBOOKens oder als KlauTIMEsLINEens oder als Klau.s.ens, geschrieben am 2.2.2012, Donnerstag, Königswinter-Oberdollendorf, gegen 8:20 Uhr MEWZ.

klausens-das-leben-nach-facebook-2-2-2012

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klau|s|ens bringt twitter-original-text zur neuen zensurpolitik – www.klausens.com

klau|s|ens, du sprachst gestern eher beiläufig von einer neuen haltung bei twitter.

twitter lässt nicht mehr alles durch.

au, das wird menschen in ländern weh tun, die sich gegen böse diktaturen erheben.

es zeigt, dass die idee der „totalen freiheit“ via internet nicht funktioniert. überall sind eingriffe und beschränkungen zu verzeichnen. überall.

und was schreibt twitter?

wir geben hier den originaltext aus dem twitterblog wieder, und zwar vom 26.1.2012 und den nachtrag vom 27.1.2012. der text ist auf englisch:

Twitter Blog
Tweets still must flow
Thursday, January 26, 2012
See below for an update.

One year ago, we posted „The Tweets Must Flow,“ in which we said,

“The open exchange of information can have a positive global impact … almost every country in the world agrees that freedom of expression is a human right. Many countries also agree that freedom of expression carries with it responsibilities and has limits.”

As we continue to grow internationally, we will enter countries that have different ideas about the contours of freedom of expression. Some differ so much from our ideas that we will not be able to exist there. Others are similar but, for historical or cultural reasons, restrict certain types of content, such as France or Germany, which ban pro-Nazi content.

Until now, the only way we could take account of those countries’ limits was to remove content globally. Starting today, we give ourselves the ability to reactively withhold content from users in a specific country — while keeping it available in the rest of the world. We have also built in a way to communicate transparently to users when content is withheld, and why.

We haven’t yet used this ability, but if and when we are required to withhold a Tweet in a specific country, we will attempt to let the user know, and we will clearly mark when the content has been withheld. As part of that transparency, we’ve expanded our partnership with Chilling Effects to share this new page, http://chillingeffects.org/twitter, which makes it easier to find notices related to Twitter.

There’s more information in our Help pages, both on our Policy and about Your Account Settings.

One of our core values as a company is to defend and respect each user’s voice. We try to keep content up wherever and whenever we can, and we will be transparent with users when we can’t.

The Tweets must continue to flow.

Update – Jan 27, 2:20pm.

Since yesterday’s post, we’ve gotten a number of questions that we’d like to broadly address with this update.

In short, we believe the new, more granular approach to withheld content is a good thing for freedom of expression, transparency, accountability— and for our users. Besides allowing us to keep Tweets available in more places, it also allows users to see whether we are living up to our freedom of expression ideal.

Q: Do you filter out certain Tweets before they appear on Twitter?
A: No. Our users now send a billion Tweets every four days—filtering is neither desirable nor realistic. With this new feature, we are going to be reactive only: that is, we will withhold specific content only when required to do so in response to what we believe to be a valid and applicable legal request.

As we do today, we will evaluate each request before taking any action. Any content we do withhold in response to such a request is clearly identified to users in that country as being withheld. And we are now able to make that content available to users in the rest of the world.

Q: What will people see if content is withheld?
A: If people are located in a country where a Tweet or account has been withheld and they try to view it, they will see a alert box that says “Tweet withheld” or “@Username withheld” in place of the affected Tweet or account.

HIER STEHEN DIE BEIDEN BILDANZEIGEN BEI TWITTER, DIE IN KLAUSENS BLOG UNTER DEM BLOG-BEITRAG WIEDERGEGEBEN WERDEN. SIEHE ALSO UNTEN!

Q: Why did you take this approach, and why now?
A: There’s no magic to the timing of this feature. We’ve been working to reduce the scope of withholding, while increasing transparency, for a while. We have users all over the world and wanted to find a way to deal with requests in the least restrictive way.

Quelle: http://blog.twitter.com/2012/01/tweets-still-must-flow.html

twitter-neue-logos-wenn-inhalt-zensiert-wird-jan-2012

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

klau|s|ens beobachtet so oft und so viele grenzen der meinungsfreiheit – www.klausens.com

alle reden von der totalen freiheit, doch de facto sieht es anders aus.

überall wird gewacht und überwacht.

es gibt filter und vorfilter und personen, die filter und vorfilter spielen.

sogar bei der „taz“.

wieso: sogar?

weil man doch denken müsste, die „taz“ sei besonders frei.

diesen gedanken habe ich schon seit jahren verworfen.

das wusste ich nicht!

du kannst nicht alles wissen.

was ist bei der „taz“? was ist bei „der tageszeitung“?

die haben kommentarfenster unter den artikeln. im netz.

na also: dann freue dich doch!

aber auch bei der taz muss ihn (den kommentar) ein redakteur freigeben. auch da.

und was noch?

er (der kommentar) darf nicht beleidigend und rassistisch und so sein.

dann haben wir auch bei der taz jenes checken und prüfen und kontrollieren.

der text lautet im zitat: ### Wenn Sie auf „Abschicken“ klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald ein Redakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren. ###

dann ist diese welt gar nicht so frei, wie wir sie uns dachten.

es wird dann heißen: wenige, die nicht mit ihrer freiheit umzugehen wissen, machen die freiheit aller kaputt.

ja, so könnte man es dann sagen.

wir stellen das überall fest.

was?

überall wird so getan, als sei alles ganz frei und als dürften alle mitdiskutieren.

und was hast du festgestellt?

wenn man dann genauer hinschaut, sieht man die bedinglichkeit des ganzen konstrukts.

aber twitter? über twitter wird doch revolution gemacht?

ach, hast du das nicht mitbekommen?

was denn?

twitter will jetzt aktiv zensieren. sie berufen sich dabei taktisch geschickt auf das verbot von holocaust-verherrlichenden beiträgen in deutschland und frankreich.

aber das ist nur der scheinmantel des zensurprojekts.

eben: sie wollen je nach land das herausfiltern, was nicht passt, weil es der regierung nicht passen könnte, wodurch twitter sich nicht entfalten kann, aber mehr im sinne von geld … als von meinungsfreiheit. keine meinung darf einen profit gefährden.

dann ist auch twitter nicht so frei, wie alle sagen.

alles ist anders wahr! die welt belügt sich selbst!

DER GUTMENSCH

Als der Mensch aber schrieb,
Es ginge ihm nicht gut,
Verbot es der Herrscher,
Weil ja jeder kommen könne,
Um so etwas zu behaupten,
Was am Ende den Staat
Doch nur gefährde … und damit
Das Gemeinwesen – so überließ
Er den Schreiber ganz gemein
Den Papierflöhen zum Fraße
Seines demokratischen Angesichts

Copyright 30.1.2012, Montag, bei Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens, gegen 9:10 Uhr MEWZ.

kommentarfenster-bei-einem-taz-artikel-von-klausens-abgerufen-am-28-1-2012

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klau|s|ens wird jeden tag im supermarkt bespioniert – www.klausens.com

klau|s|ens, gestern sprachst du von der demokratie … und ihren begrenzungen.

gewiss, das tat ich, zweitklausens. ich sagte, man solle möglichst viel freiheit walten lassen, war mir aber bewusst, dass diese freiheit immer wieder eingeschränkt werden muss, weil sich eine demokratie ja auch zu schützen hat.

dann ist es ein pendeln.

die demokratie pendelt zwischen restriktion und freigabe, immer hin und her, aber die freiheit sollte möglichst viel und möglichst oft sein.

die rote-ampel-freiheit?

da fangen die restriktionen an. eine welt mit ampeln hat die restriktion der ampelschaltung. die frage ist dann auch, wie hoch die strafe ist, wenn man diese ampel überfährt. überhaupt: als welches delikt das dann bewertet wird.

und im supermarkt?

ja, da sprichst du ein thema an.

wieso?

ich bin ein redlicher mensch.

das sagen alle.

ja, ja, aber bei mir stimmt es.

das sagen auch alle.

gewiss, aber ich habe mir noch nie etwas zuschulden kommen lassen.

das sagen ebenfalls alle.

ja, wie denn nun?

es ist so, wie es ist: man traut keinem menschen, also auch dir nicht. (lenin war also am ende auch ein guter kapitalist!)

aber das ist doch skandalös.

was findest du denn skandalös?

… dass ich seit jahren im supermarkt anständig und redlich bin, noch nie eine heftzwecke gestohlen habe …

ja, was denn nun?

… und dann sind da die kassiererinnen an der kasse und schauen jedes mal in meinen wagen rein. das ist ein demonstrativer blick. von oben herab. ein klarer spionage-analyse-blick.

sie wollen gucken, ob du alle waren auf das band gelegt hast.

ja, das wollen, ja, das müssen sie. (arbeitsvorschrift.)

na also.

da ist irgendwo der chef in einem raum, wo er durch die halbsichtscheiben zuguckt und wo er durch die kameras guckt, und so beobachtete er seine kassierinnen.

… und die müssen bei dir in den wagen gucken.

ja, sie gucken so, als wäre ich ein potentieller dieb.

das findest du ungerecht?

das finde ich mehr als ungerecht. wofür gehe ich jahrelang anständig kaufen, wenn da immer noch dieser blick ist?!

wozu führt das?

ich habe kein vertrauen zu diesem supermarkt. ich fühle mich überwacht, schikaniert und mit misstrauen überschüttet. dabei bringe ich denen mein geld!

es ist deine demokratie.

das ist es je gerade: diese demokratie ist an vielen ecken und enden etwas pervertiertes, etwas ganz anders.

… weil der mensch nicht reif dazu ist.

offenbar, ich weiß es nicht – aber dass man mich so bespitzelt und spioniert, bei jedem einkaufen … das geht doch zu weit!

hast du eine lösung?

ich gehe aus protest nicht mehr einkaufen.

gute idee: schlecker hat ja auch darunter gelitten.

das ist ja die nächste ebene, dass dann die bespitzelung der mitarbeiter und mitarbeiterinnen auf die spitze getrieben wird. alle diese supermärkte.

vielleicht sind supermärkte als idee antidemokratisch.

so könnte es sein. würde ich diesen staat vollkommen aus den angeln heben wollen, würde ich nach und nach alle supermärkte übernehmen.

supermärkte sind die idee des überwachungsstaates.

genau so: aber vielleicht sind sie genau dazu da.

warum guckst du so traurig?

ich überlege, ob ich montag wieder einkaufen muss. ich hasse das, wenn die immer so demonstrativ in meinen einkaufswagen gucken.

ich hasse die kassiererinnen auch.

warum?

sie machen das ja alles mit. es ist das prinzip der diktatur: bespitzele! … und schon bespitzeln die kassiererinnen.

unsere demokratie hat viele züge einer diktatur.

die systeme überlappen sich.

lappen habe ich doch gar nicht eingekauft!

klausens-k-werk-wageneinkaufswagen-28-1-2012

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klau|s|ens erlebt den mein-kampf-diskurs – www.klausens.com

klau|s|ens, man kann direkt weiter diskutieren.

du meinst, die völkermorddebatte (frankreich) und dann diese mein-kampf-druck-nichterlaubnis-diskussion (deutschland).

es geht immer darum: was ist erlaubt, was nicht. man hat schon angst, dass der blog(g)-eintrag gelöscht wird, nur weil „mein kampf“ darin auftaucht.

was muss verboten werden, was aber nicht. computer, die wörter suchen, sind auch keine lösung. telefonabhörmaschinerien auch nicht. zensur erst recht nicht.

je weniger verbote, desto besser die demokratie.

je mehr verbote, desto anfälliger die demokratie.

ich denke, „mein kampf“ soll freigegeben werden.

wirklich?

dann denke ich wieder das gegenteil.

aha. du schwankst.

es ist wie beim verbot der NPD: heute denke ich so, morgen denke ich so.

auch da schwankst du.

an einem tag überwiegt die empörung: dann will ich alles verbieten, was von rechts kommt.

und an anderen tagen?

da ist es wieder genau andersherum: ich denke, dass verbote alles interessant machen. alles geheimnisvoll machen … und so das gegenteil dessen bewirken, was sie hervorbringen wollen.

dann denkst du mal so, und mal so.

du denn nicht?

der mensch ist wohl so.

manche dinge sind so schwer!

die opfer von auschwitz (heute ist jahrestag der befreiung des KZ) wollen natürlich so ein buch wie „mein kampf“ nicht frei erhältlich auf dem markt sehen. ich kann das verstehen.

es ist aber frei erhältlich im internet. jenes machwerk.

es ist erhältlich, aber ist es auch „frei“ erhältlich?

man dreht sich immer hin und her.

es wurden ja schon hitlerfilme gedreht, in deutschland. auch dieses schien früher nicht möglich.

in einer comedysendung kann man sehen, wie sich ein schauspieler als eben dieser hitler gibt. als comedyfigur. (gespielt z.b. von michael kessler.)

die dinge relativieren sich stets. die zeit macht alles anders. der abstand setzt sich dazwischen.

aber hitler darf nie und nimmer verharmlost werden! nie und nimmer!

wenn du dieses so ausrufst, dann wirst du das gegenteil erreichen. auch beim mahnen gilt: wer zu viel mahnt, der erreicht das gegenteil.

ich weiß: dann halten sich die leute die ohren zu.

du kannst also jeden tag 100 stunden schüler mit berichten über den schlimmen nationalsozialismus vollstopfen, und dennoch wirst du nachher überrascht sein, dass viele dennoch keine demokraten sind.

in der DDR gab es dieses phänomen ja auch.

propaganda ist mies, gegenpropaganda aber auch. das sollte man nie übersehen. mit zujammern wird man nichts erreichen. nur mit prozessen der debatte, des diskurses, der auseinandersetzung.

aber „mein kampf“ ist doch ein machwerk.

es gibt so viele machwerke. durch das internet erreichen noch mehr machwerke die welt. die frage ist nicht: was steht da darin?, sondern mehr: wird das, was da drin steht, bejahend aufgenommen?

wird es das denn?

wird es durch veröffentlichen oder nicht-veröffentlichen? wie erreicht man mehr? erreicht man überhaupt etwas, so oder so? kann man die dinge steuern? kann man die welt steuern?

aber diese gedanken …

am besten ist, alle menschen dürfen ihre gedanken frei äußern. eingriffe sollten immer nur wenig erfolgen, und immer nur dann, wenn das system der demokratie in gefahr ist.

meinst du?

viel offenheit stabilisiert die demokratie doch viel eher! (außerdem kann man nicht über die bücherverbrennung des NS-systems berichten, um dann selber bücher zu verbieten. auch das ist ein widerspruch.)

die kirche hat doch auch ihren index.

auch der ist mehr als umstritten. außerdem: verliert die kirche in europa-west nicht so viele gläubige? hat der index über die jahrhunderte daran etwas gehindert? ist der abgang der kirche bei uns nicht sehr auffällig? trotz index? was hat es ihnen zudem gebracht, menschen wie giordano bruno umzubringen? 17.2.1600? rom? scheiterhaufen? was? (das wäre nur ein beispiel von so vielen.)

was denkst du also?

ich weiß es nicht. verbieten? nicht verbieten? „mein kampf“ wieder zulassen? es weiterhin nicht zulassen? (es geht ja nur um deutschland). es ist so schwer.

du schwankst.

ich bin ein mensch, ich schwanke.

und daran setzen doch die extremisten an: am schwankenden menschen.

bei mir werden nazis keinen erfolg haben, glaube mir.

wenn ich schon „glauben“ höre, dann werde ich wieder misstrauisch.

was wäre eigentlich, wenn das buch nicht „mein kampf“, sondern „mein dampf“ hieße?

das ist ja absurd!

so ist doch unsere ganze welt!

klausens-mein-dampf-27-1-2012

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klau|s|ens hört von verbotenen äußerungen zum thema völkermord in frankreich – www.klausens.com

klau|s|ens, dieses gesetz in frankreich.

das geht ja schon seit 2006: sie machten letztendlich ein gesetz, das „die öffentliche Preisung, Leugnung oder grobe Banalisierung von Genoziden, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Kriegsverbrechen“ von anerkannten genoziden bestrafen soll. und nun ist alles fertig.

auch der senat hat zugestimmt.

was fehlt: sarkozy muss noch abschließend unterzeichnen. dann erst hat es rechtskraft.

aber du hast bedenken.

ich denke: alles, was man anfängt, um den menschlichen geist zu beschneiden, hat seine großen tücken.

aber die wahrheit!

wer viel weiß, weiß, dass es keine „wahrheit“ gibt, sondern nur wahrheiten. oder es gibt fakten. aber nie EINE wahrheit.

willst du genozide und völkermorde verteidigen?

oh nein! oh nein! ich verabscheue alle untaten des menschen!

dann lass es doch! lass deine einwände!

es ist immer die kernfrage: wie viel verbote soll es geben, was aber soll erlaubt sein?

darüber denkst du nach?

darüber denkt man immer nach. wenn ich nicht sagen darf, dass es keinen gott gibt, weil ich dafür 10 jahre in den kerker muss/müsste, dann ist das eine seltsame idee von wahrheit. so was hatten wir ja schon. (in manchen ländern gibt es das heute noch.)

die wahrheit haben immer die, die herrschen.

genau das ist der haken bei allem. ich denke, dass es einen grausamen völkermord an den armeniern gegeben hat. aber werde ich diese (erforschte) und wohl sichere wahrheit durchsetzen und in den köpfen als anerkannt umsetzen können, wenn ich behaupte, dass alle anderen sichtweisen falsch … und deshalb verboten … und deshalb zu bestrafen sind?

aber hier geht es um völkermord, um einen genozid.

ich weiß, was du meinst. aber es gibt auch massenmorde an tieren, tag für tag. sollte man da nicht auch sagen: wer leugnet, dass massenhaft tiere abgeschlachtet werden, in großen fabriken, der wird bestraft?

das könnte man auch sagen.

soll es dafür auch ein gesetz geben?

warum nicht?

dann wirst du aber immer weiter und immer weiter gehen. wer leugnet, dass ungesunde lebensmittel in den handel gelangen, der … das ist ja das, was ich fürchte. wenn du einmal anfängst, das denken und das laut geäußerte denken zu bestrafen, dann ist nicht gewiss, was das resultat sein wird. du musst weiter und weiter gehen. mehr und mehr verbieten.

ach, darum geht es dir.

mir geht es um die ewige frage nach den grenzen der demokratie. jede grenze, die ich ziehe, ist zugleich eine gefährdung der demokratie.

wieso?

diese hofft doch, dass sich durch die vielfalt der meinungen alles ein- und auspendelt.

und wenn dann das internet mit rechten filme und parolen geplastert ist?

kann man ein internet „pflastern“? ich bitte dich!

jetzt verbietet du mir schon meine falsche sprache.

da haben wir das problem im kleinen: ich kann alles und jedes beschnüffeln, missachten und verbieten. dann brauche ich eine polizei dafür. dann werden alle menschen überwacht. die richtige grenze zu finden, das ist das problem. (ganz ohne grenzen wird es nur im paradies der guten menschen gehen. aber das haben wir nicht. wir werden es nie haben.)

und völkermord? ist das nichts besonders verwerfliches?

doch, aber ich zweifele, ob man auf dauer verbieten kann, wenn die menschen über die wahrheit ganz anders denken wollen, als diese faktisch ist. oder fast 100 % faktisch gesichert ist. (die menschen denken ja auch von 9/11, was sie wollen. oder von der ermordung von osama bin laden oder eines vermeintlichen osama bin laden.) soll alles das bestraft  werden? von einer meinungspolizei? von gedankenwächtern?

wie dann?

wir können schizophrenen nicht verbieten, schizophren zu sein. wir können also die ganze vielfalt der menschlichen absurditäten und verirrungen deshalb auch nicht einfach mal bestrafen. (wir sollten es also nur ganz selten tun, wenn solche grenzen unbedingt erforderlich sind.)

sind diese grenzen in frankreich nicht aktuell erforderlich?

vielleicht ist das so. ich lebe nicht in frankreich. vielleicht braucht frankreich so ein gesetz. wir haben ja auch das verbot der leugnung der verbrechen z.b. in und von auschwitz. auch unser land hat schranken des denkens und meinens aufgebaut. nehmen wir z.b. unser StGB:

§ 130
Volksverhetzung

(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,
1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder
2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
1. Schriften (§ 11 Absatz 3), die zum Hass gegen eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung aufstacheln, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordern oder ihre Menschenwürde dadurch angreifen, dass sie beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden,
a) verbreitet,
b) öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht,
c) einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überlässt oder zugänglich macht oder
d) herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie oder aus ihnen gewonnene Stücke im Sinne der Buchstaben a bis c zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen, oder
2. eine Darbietung des in Nummer 1 bezeichneten Inhalts durch Rundfunk, Medien- oder Teledienste verbreitet.

(3) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost.

(4) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer öffentlich oder in einer Versammlung den öffentlichen Frieden in einer die Würde der Opfer verletzenden Weise dadurch stört, dass er die nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft billigt,
verherrlicht oder rechtfertigt.

(5) Absatz 2 gilt auch für Schriften (§ 11 Abs. 3) des in den Absätzen 3 und 4 bezeichneten Inhalts.

(6) In den Fällen des Absatzes 2, auch in Verbindung mit Absatz 5, und in den Fällen der Absätze 3 und 4 gilt § 86 Abs. 3 entsprechend.

aber ja, weil doch alles erwiesen ist.

vieles ist erwiesen, ja, ja, aber wer anderes verbietet, verfolgt immer die idee, man habe die ganze und vollständige wahrheit.

aber?

der mensch hat nie die ganze und vollständige wahrheit, weil schon dieser begriff der „wahrheit“ ein einziger denkfehler der hybris des menschen ist.

dann lassen wir das mal so stehen.

ja, tun wir das. viel wichtiger als das verbot der leugnung wäre doch …

ja?

… dass dieser genozid an den armeniern in der türkischen kultur auch offen und sauber eingestanden wird. dass man sich erst einmal zu solchen historischen verbrechen bekennt. das wäre ein allererster schritt: es zugeben. dieser weg scheint sehr weit. danach käme dann die verarbeitung des ganzen. die entschuldigung bei den opfern. das suchen nach formen einer wiedergutmachung, die es zugleich nie geben kann.

und wenn genau deshalb die franzosen so ein gesetz machen? weil sie diesen prozess anstoßen wollen?

aber wer sind die franzosen, dass diese meinen, die türken wiederum belehren zu müssen? das hat doch auch einen haken.

alle konstrukte des menschen haben einen haken.

das ist ja das schlimme. und immer wieder gibt es genozide. immer wieder.

sollte man genozide nicht ächten?

gewiss. aber kommt einem das nicht schon fast lächerlich vor, angesichts der dimension der verbrechen, die aus dem menschen immer wieder neu hervorkommen? was nutzt das „ächten“, wenn das ganze immer wieder neu passiert? auch nach den (zuvor unvorstellbaren) NS-verbrechen hat es immer wieder neue genozide gegeben.

das ändert aber nichts an der tatsache, dass wir wieder und wieder daran arbeiten werden, neue untaten der menschheit und an teilen der menschheit zu verhindern.

gewiss, aber zugleich denken wir doch: wird man den menschen je „reparieren“ können? ist er nicht per se ein völlig gescheitertes konstrukt?

vorsicht, du könntest wegen gotteslästerung belangt werden. denn wenn gott den menschen geschaffen hat, und du dich über eben diesen menschen hier öffentlich beschwerst …

ich fordere ein anti-menschheits-gesetz, welches den menschen vor dem menschen schützt.

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